Kunstmuseum: Ekstase

Seit Ende September könnt Ihr die neue Ekstase-Ausstellung im Kunstmuseum begutachten. Auf drei Ebene wird alles diesem Thema gewidmet. Was kann einen Rausch auslösen? Erwachsenen wird da gleich einiges einfallen, aber auch für Kinder sind manche Szenarien nicht ganz fremd. Wer also mit Kinder einen Ausflug in die Ekstase-Ausstellung wagen möchte, sollte etwas felxibel sein, denn nicht alle Exponate und Inhalte eignen sich für alle. Für Kinder ist es sicherlich sinnvoll eine Vorauswahl zu treffen.

Bereits der Lightroom schräg gegenüber der Kasse scheint nicht unbedenklich für Kinder. Grelle Lichtblitze und dumpfe Töne erfreuen den einen, schrecken den anderen aber unverzüglich ab (ein extra angebrachtes Warnschild außerhalb des Vorhang weißt auf Probleme hin). Wem die Lichtblitze und die Geräusche bereits von vorn herein unangenehm sind, sollte erst gar nicht hinter den Vorhang gehen (verpasst wird eine Wand mit rasterartig angebrachten Lampen).

Im ersten OG beginnt man mit klassischen Bildnissen der Kunstgeschichte, die dem dionysischen Kult zugeordnet sind (hier sind auch Aktzeichnungen von Paul Klee und Picasso zu finden). Sehr amüsant auf der dem Eingang gegenüberliegenden Seite das Bild von Eleanor Antin – ein Werk von Poussin neu interpretiert. Auch wenn hier der ein oder andere Akt zu sehen ist, werden Kinder sich daran kaum stören. Die Halle ist den religiösen Ekstasen gewidmet, der hintere Bereich dem Götterkult Candomblé und dem Schamanismus, aber auch der Jugendkultur in einem Film. Das zweite OG widmet sich einer überraschend anderen Ursache von Rausch und Ekstase: SPORT und TANZ (sehr schön wenn die Musik abgespielt wird und sich die Tänzer und Tänzerinnen im Takt der Musik zu bewegen beginnen). Der hintere Bereich widmet sich dem Thema Drogen und Liebesekstasen,
Das dritte OG gehört wieder zu den etwas gewöhnungsbedürftigeren Ausstellungsräumen (Dream House). In rosa mit plüschigen Teppich sieht man Neonröhreninstallationen an den Wänden und hört erneut Töne, die nicht jedem gefallen werden.
Nicht zu vergessen jedoch ist der Partyraum (Krazyhouse) im Untergeschoss. Hier lädt ein komplett schwarzer Raum zum Tanzen ein. Auf Großleinwand sieht man hier verschiedenen jungen Leuten beim Tanzen zu und ist irgendwie ganz gerne dabei es ihnen nachzumachen.

Fazit: tolle Bilder, lustige Ideen (tanzende Menschen zur Musik von Pharell Williams), der Tanzraum im UG,… Wer sich daran zu bedienen weiß und nicht scheut Räume (Drogen, Sex, Lightroom) auszusparen oder mit den Kindern zu besprechen, kann problemlos auch in dieser Ausstellung mit Kindernetwas entdecken.

Ihr braucht Informationen oder wollt Beratung für einen Besuch in der Ekstase-Ausstellung? Meldet Euch am Besten via Mail an info@kiku-stuttgart.de.